Koordination

Unternehmenskommunikation kann

… maßgeblich zur Überwindung von Mängeln der organisatorischen Koordinationsmechanismen beitragen.

Der Aufbau einer Unternehmens- oder Organisationskultur lässt sich am besten über die Pflege und Förderung kommunikativer Fähigkeiten verwirklichen. Dazu sind in den zurückliegenden Jahrzehnten wichtige Ergebnisse befördert worden. Eine dieser Erkenntnisse ist, dass Kommunikation Organisationsstrukturen erzeugt, die ein Unternehmen als kulturelle Eigenheit definieren. Durch Lern- und Sozialisationsprozesse erworben, wird diese kulturelle Charakteristik dann im Laufe der Unternehmensgeschichte stetig verändert.

Unternehmenskommunikation lebt also von den Mitgliedern einer Organisation und findet ihren konkreten Ausdruck auch im Mitarbeiterverhalten, welches durch gemeinsame Wertvorstellungen, Einstellungen und Normen gekennzeichnet ist.

Auf diese Weise fungiert Unternehmenskommunikation als ideelles Metasystem mit einem ganzheitlichen Wirkungscharakter gegenüber allen Untersystemen einer Organisation. Diese lässt sich hinsichtlich ihrer Funktion in Bezug auf die Koordination arbeitsteiliger Zusammenarbeit näher kennzeichnen – insbesondere immer dann, wenn Mitarbeiter mit unterschiedlichen Prägungen und Interessen neue Aufgaben lösen müssen.

Bei der Lösung dieser Aufgabe kann die kulturelle Charakteristik eines Unternehmens sehr erfolgreich dazu beitragen, dass sich:

  • trotz der Widersprüchlichkeit unterschiedlicher Lösungsansätze ein tragfähiger Konsens herausbildet und so
  • ein geteiltes Grundverständnis der anstehenden Veränderungen auf allen Ebenen des Unternehmens entsteht.

Überdies ermöglicht eine kommunikativ erarbeitete Harmonisierung der Mitarbeiter die Reduzierung formal-struktureller Koordination.

Auch unter dem Aspekt der schnelleren Integration von strukturellen Veränderungen, spricht nach den Erfahrung zum Management von Veränderungen einiges für den Einsatz von Unternehmenkommunikation.

Die geschickte Nutzung des Faktors Kommunikation kann Subkulturen im Unternehmen nämlich wahlweise:

  • in ein Gesamtkonzept durch den Abgleich von Werten und Normen einbinden oder aber
  • vor internen Angleichungen schützen.

Letzteres vornehmlich dann, wenn es gilt, spezifische Kreativitätspotentiale einer organisatorischen Subkultur zu nutzen. Als solche wird sie jedoch nur solange außerhalb des Systems existieren können, wie sie als Ausnahme die Regel bestätigt.

Regelhaft kann die Unternehmenskommunikation auch unter dem Gesichtspunkt der Motivationsförderung einen äußerst positiven Einfluss ausüben. Durch sie kann ein Unternehmen nämlich einen wesentlichen Beitrag zur Befriedigung existentieller psycho-sozialer Bedürfnisse der Mitarbeiter leisten. Wer durch die Vermittlung spezifischer Normen und Werte integriert wurde und zudem durch die Reflexion von unternehmerischem Handel lernt, größere Sinnzusammenhänge zu kommunizieren, der ist auch motiviert.

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